News und Aktuelles

 

 

Copyright © 2020 Mitteldeutsche Zeitung | Foto: Silvio Kison

„Schimmel und Schmutz“. Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung vom 15. Dezember 2020

Am 9. Dezember 2020 haben wir die ersten der von uns restaurierten historischen Psychiatrieakten am Universitätsarchiv der Martin-Luther-Universität (MLU) in Halle angeliefert. Bis zum Jahr 2022 werden im Zentrum für Bucherhaltung rund 232 laufende Meter Akten, also rund 65.000 Einzelstücke, gereinigt, dekontaminiert, entsäuert und archivgerecht verpackt.

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtete über die Rettung der historischen Akten von Patienten, die zwischen 1888 und 1989 in der früheren „Psychiatrischen und Nervenklinik“ behandelt wurden. Die restauratorische Erhaltung der Dokumente ist Grundlage für zukünftige Forschungsprojekte.

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Copyright © 2020 Mitteldeutsche Zeitung | Text: Walter Zöller

Förderung von Bestandserhaltungsprojekten

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier informieren wir Sie, wie Sie Bestandserhaltungsprojekte ab 5.000 Euro bis 200.000 Euro mit bis zu 50% gefördert bekommen können.

Lassen Sie sich Ihre Schutzverpackungen, aber auch Mengenverfahren wie Massenentsäuerungs- oder Trockenreinigungsprojekte fördern. Das ZFB ist einer der wenigen Anbieter in Deutschland, die alle Mengenverfahren und Schutzverpackungen aus einer Hand anbieten.

Gern unterstützen wir Sie bei der Antragstellung!

Sprechen Sie uns einfach an. Wenden Sie sich unter +49 341 25989-54 bzw. messerschmidt(at)zfb(dot)com an Oliver Messerschmidt.

Fördermittel zum Erhalt schriftlichen Kulturguts – die KEK in Berlin: Bereits seit 2010 unterstützt die KEK – Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts bundesweit Archive, Bibliotheken und Museen bei der Erhaltung bedrohten schriftlichen Kulturguts. Gegenwärtig stehen 3,8 Mio. Euro an Fördermittelnallein aus dem BKM-Sonderprogramm zur Bestandserhaltung zur Verfügung.

Was müssen Sie beachten? Um für das Jahr 2021 die Chancen auf umfangreiche Förderungen zur Rettung schriftlichen Kulturguts zu wahren, sollten Sie bis Ende Dezember 2020, allerspätestens aber bis Anfang Januar 2021, Ihre Anträge erstellt haben. Nachdem Sie den Antrag ausgefüllt haben, müssen Sie diesen zuerst auf Landesebene einreichen. Ihre Landesstelle erstellt nach Prüfung eine im besten Falle positive Erstbewertung und reicht Ihren Antrag im Anschluss an die KEK weiter. Dort muss Ihr Antrag spätestens am 31. Januar 2021 eingegangen sein, wenn Ihr Projekt 2021 gefördert werden soll!

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?
1. BKM-Sonderprogramm:

Besonders für umfangreiche Projekte der Bestandserhaltung, die auch Schutzverpackungen benötigen können, ist das BKM-Sonderprogramm zur Förderung von Mengenverfahren  geeignet.

Unterstützt wird der Erhalt national wertvollen schriftlichen Kulturguts, welches aus wissenschaftlicher oder historischer Sicht von überregionaler Bedeutung ist. In diesem Sinne sind gemeint:

  • Pflichtexemplare, geschlossene Sammlungen, Spezialbestände, Sondersammelgebietsbestände
  • Bestände mit überregionaler Bedeutung, hoher Nutzung und hohem multiperspektivischen bzw. komparatistischen Auswertungspotential
  • wertvolle unikale Werke und Rara (intrinsischer Wert)
  • Bestände, die für die Absicherung von Lehre, Forschung und Verwaltung langfristig unverzichtbar sind

Gefördert werden vor allem Mengenverfahren, wie Schutzverpackungen, Massenentsäuerung und Trockenreinigung. Aber auch Schadenserfassungen von Beständen sind förderfähig. Dieses Förderansinnen ist angelehnt an die "Bundesweiten Handlungsempfehlungen zum Erhalt schriftlichen Kulturguts". Die Fördergrundsätze sind maßgebend für die Ausgestaltung des konkreten Förderinhaltes.

Weitere Informationen zum BKM-Sonderprogramm und alle Antragsformulare finden Sie hier.

Welche weiteren Fördermöglichkeiten gibt es?
2. KEK-Modellprojektförderung:

Neben dem BKM-Sonderprogramm ist die sogenannte KEK-Modellprojektförderung die 2. Säule der Förderungen zur nachhaltigen Sicherung des schriftlichen Kulturguts der KEK.

Die KEK-Modellprojektförderung fördert innovative, modellhafte und öffentlichkeitswirksame Projekte zum Erhalt des schriftlichen Kulturerbes.

Alle Informationen zur KEK-Modellprojektförderung erhalten Sie hier.

Eine Bitte. Ein Dank!

Besonders in diesen schwierigen Zeiten der Corona-Krise ist es umso wichtiger, dass wir alle die Arbeit der KEK – Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts in Berlin schätzen und vor allem nachfragen!

Die KEK hat viele Jahre für die Bereitstellung von Mitteln zur Rettung des schriftlichen Kulturguts gekämpft. Dank dieses großen Einsatzes stehen jährlich hohe Eurosummen in Millionenhöhe zur Verfügung, um schriftliches Kulturgut zu erhalten.

Gerade angesichts drohender Haushaltsmittelkürzungen im Sog der Corona-Krise wäre es ein fatales Zeichen Richtung Bundesregierung, wenn die KEK mit rückläufigen Anträgen konfrontiert wäre. Mittelkürzungen könnten die Folge sein.

Die KEK ist ein Leuchtturm, der uns alle – Bibliotheken, Archive, Museen, aber auch Bestandserhaltungsdienstleister – besser durch künftig stürmischere Gewässer lenken kann. Bitte helfen Sie alle mit, damit die KEK auch weiterhin eine beispiellose Erfolgsgeschichte schreiben kann. Wir alle sitzen diesbezüglich in einem Boot, und wir alle werden von der großartigen Arbeit der KEK profitieren können. Bitte nutzen Sie daher die Fördermöglichkeiten der KEK und stellen Sie rege Ihre Anträge. In diesem Sinne, ein großer Dank für die Bemühungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KEK nach Berlin!

Herzliche Grüße
Ihr Zentrum für Bucherhaltung

Modellprojekt „Mit Brief und Siegel“

Stadtarchiv Siegen sichert mittelalterliche Pergamenturkunden

„Mit Brief und Siegel“: Im Rahmen eines Modellprojekts werden derzeit mittelalterliche Pergamenturkunden des Siegener Stadtarchivs restauratorisch behandelt. (Fotos: Stadt Siegen)

Das Siegener Stadtarchiv sichert im Rahmen eines Modellprojekts seinen umfassenden Bestand an mittelalterlichen Pergamenturkunden.

Das Stadtarchiv besitzt in seinem Bestand A (Stadtverwaltung Siegen, bis 1815) die größte Urkundensammlung eines Kommunalarchivs im Siegerland. Für die Restaurierungs- und Reinigungsarbeiten hat die Stadt Siegen im August rund 6.000 Euro an Fördermitteln der Koordinierungsstelle zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) in Berlin erhalten. Dieses befasst sich mit der Sicherung von Pergamenturkunden als ältester Überlieferung in den Archivbeständen.

Derzeit befinden sich die Siegener Urkunden in Leipzig, wo sie noch bis Januar nächsten Jahres im Zentrum für Bucherhaltung (ZFB) behandelt werden. „Die Urkunden zählen zu den zentralen Quellen der Geschichte Siegens im Mittelalter“, erklärt Stadtarchivar Dr. Patrick Sturm. Sie wurden von Königen und Kaisern, den Grafen von Nassau und Erzbischöfen von Köln als auch von den Siegener Stadtherren sowie Bürgern und Geistlichen ausgestellt und weisen neben ihrem inhaltlichen Wert auch ein breites Portfolio an formatspezifischen Besonderheiten auf.

Im Rahmen des Modellprojekts „Mit Brief und Siegel – Sicherung mittelalterlicher Pergamenturkunden im Stadtarchiv Siegen“ werden elementare Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt, um die „Schätze aus dem Mittelalter dauerhaft zu erhalten“, so Patrick Sturm. „Bislang waren die Archivalien unzureichend in säurehaltigen Umschlägen und Boxen verpackt. Zudem erfolgte die Lagerung zumeist in gefalteter Form.“ Dabei habe sich das Pergament über die Jahrhunderte versteift und in Folge dessen klappten die Urkunden bei Benutzung immer wieder zusammen. Zudem sei eine schonende Nutzung wegen des fortwährenden Berührens und Haltens nicht gegeben. „Auch die Wachssiegel sind durch die gestapelte Lagerung mit Druck in den Archivboxen in ihrer Substanz gefährdet. Manche Siegel liegen nur noch in Einzelteilen vor“, so Sturm.

Älteste Urkunden im Stadtarchiv aus dem Jahr 1276

Die Behandlung umfasst zunächst das trockene Reinigen der Urkunden unter der reinen Werkbank, danach werden sie in der Klimakammer angefeuchtet und geglättet. Mit dünnem Japanpapierwerden Risse geschlossen. Die Wachssiegel erhalten ebenfalls eine Reinigung, sowohl trocken als auch feucht. Schadhafte Siegelwerden gesichert und Fragmente wieder zusammengesetzt. Das Siegel der ältesten Urkunden im Stadtarchiv aus dem Jahr 1276 wird komplett mit Wachs auf die ursprüngliche Größe ergänzt. Vor der Verpackung erfolgt das Befestigen der Pergamenturkunden auf einem Tableau, das bei den Urkunden bis 1450 in eine maßgenau angefertigte Schutzkassette und bei den Urkunden ab 1451 in eine Jurismappe eingelegt wird. Die Wachssiegel sind mit Siegelsäckchen zu schützen.

Ergänzend zu den Erhaltungs- und Verpackungsmaßnahmen im Modellprojekt werden die Urkunden mit Eigenmitteln des Stadtarchivs digitalisiert, um zugleich die Digitalstrategie der Stadt Siegen weiterzuverfolgen. Spätestens Mitte Januar 2021 soll das KEK-Projekt abgeschlossen und die Archivalien wieder zurück in Siegen sein. Für Mitte 2021 ist im Rahmen des „Klicks in die Vergangenheit“ eine Vitrinen-Ausstellung mit Online-Dokumentation zu den Pergamenturkunden und ihrer Restaurierung im Stadtarchiv geplant.

Nachricht vom 22.10.2020: denkmal und MUTEC 2020 können nicht stattfinden.

Weitere Informationen auf der Website der MUTEC.

„Preetzer Kloster schickt Bücher zur Kur“

Artikel in der Ostholsteiner Zeitung – Regionalausgabe der Kieler Nachrichten vom 27. Mai 2020

Die 10.500 Bände der Predigerbibliothek des Adeligen Klosters zu Preetz werden im Zentrum für Bucherhaltung gereinigt und restauriert. Die umfassende Bestandserhaltungsmaßnahme dient dem Erhalt eines wichtigen Zeugnisses der Wissenschafts- und Kulturgeschichte.

Die Ostholsteiner Zeitung – Regionalausgabe der Kieler Nachrichten berichtete über die Abholung der einzigartigen Sammlung im Preetzer Kloster in Schleswig-Holstein. 

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Aus aktuellem Anlass:
Corona-Krise. Wie gehen wir mit der Situation um?

Die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) stellt uns alle gemeinsam vor große Herausforderungen und erfordert konkrete Maßnahmen mit dem Ziel der Eindämmung bzw. Verlangsamung der Verbreitung der Erkrankung deutschland- und weltweit. *

Um den gesundheitlichen Schutz unserer Mitarbeiter bestmöglich sicherzustellen, haben wir empfohlene Infektionsschutzmaßnahmen wie zum Beispiel die erweiterte Möglichkeit zur Tätigkeit im Homeoffice sowie Arbeitsplatz- und Meeting-Regelungen ergriffen. Alle Mitarbeiter des ZFB sind zudem über die aktuelle Lage und die geltenden Hygieneregeln informiert worden.

Unter Einhaltung der Maßnahmen sind wir bestrebt, Ihnen auch weiterhin den gewohnten Service zu bieten. Dies gilt sowohl für unsere Serviceerbringung als auch für die Lieferung von Schutzverpackungen!

Bezüglich der Lieferung von Schutzverpackungen folgender Hinweis zum Schutz Ihrer Gesundheit:

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) berichtete am 17. März 2020, dass das Coronavirus bis zu 24 Stunden auf Karton infektiös bleiben kann! **

Um die Gefahr der Übertragung des Coronavirus durch unsere Warenlieferungen auszuschließen, werden alle Lieferungen, die an unsere Kunden gehen, nach dem Verpacken 24 Stunden zwischengelagert und gehen erst nach Ablauf dieser Frist auf den Versandweg!

Außerdem setzen wir uns vor dem Versand mit Ihnen in Verbindung, um zu besprechen, wie die Anlieferung unter den veränderten Gegebenheiten am besten erfolgen kann.
 
Herzliche Grüße aus Leipzig, bleiben Sie gesund
Ihr Zentrum für Bucherhaltung

 

* Vgl. Robert Koch-Institut: COVID-19: Jetzt handeln, vorausschauend planen. Strategie-Ergänzung zu empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen und Zielen (2. Update).

** Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) veröffentlichte am 17. März 2020 folgende Stellungnahme zum Thema „Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden?“

Dort wird die Frage gestellt „Können Coronaviren außerhalb menschlicher oder tierischer Organismen auf festen und trockenen Oberflächen überleben und infektiös bleiben?“. Die Antwort: „Die Stabilität von Coronaviren in der Umwelt hängt von vielen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit der Oberfläche sowie vom speziellen Virusstamm und der Virusmenge ab. Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen. Für das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zeigen erste Laboruntersuchungen laut einem Preprint-Artikel (eine Veröffentlichung, die noch nicht durch ein in der Wissenschaft übliches Peer-Review-Verfahren geprüft wurde), dass es nach starker Kontamination bis zu 3 Stunden als Aerosol, bis zu 4 Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton und bis zu 2-3 Tagen auf Edelstahl und Plastik infektiös bleiben kann." (Quelle: www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.03.09.20033217v1.full.pdf)

Copyright © 2020 Mitteldeutsche Zeitung | Foto: Andreas Stedtler

Schachteln für die Schätze“. Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung vom 9. Dezember 2019

Für über 4.200 mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Sachsen-Anhalt in Halle haben wir maßgefertigte Wellpapp-Klappschachteln gemäß DIN ISO 16245 Typ A hergestellt.

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtete über die „Schachteln für die Schätze“ als wichtige Bestandserhaltungsmaßnahme.

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Copyright © 2019 Mitteldeutsche Zeitung | Text: Walter Zöller

2020 sind wir auf folgenden Messen und Veranstaltungen vetreten:

  • MUTEC 5. - 7. November 2020 in Leipzig. Internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik.

Wir freuen uns, Sie an unserem Messestand in Halle 2, Stand: L19 begrüßen zu dürfen.

Nachricht vom 22.10.2020: denkmal und MUTEC 2020 können nicht stattfinden.